, Barbara, die «Strebsame» und Jacky, die «Gemütliche»

Ausflug der Damenriege nach Davos am 28. /29. August.2022

ALLES FAMOS IN DAVOS UND UMGEBUNG --- Endlich war es so weit: Nach zu langer Pause durfte die Damenriege wieder einmal ausfliegen, und wir versammelten uns früh morgens am Bahnhof zum Abflug. Dabei begannen wir den Tag mit einer sehr sympathischen Neuheit im Programm: ein gestandener und bewährter Wandersmann ist uns zugeflogen. Es ist Antonio, der Ehemann von Sabina, der sich uns furchtlos anschloss: 16 Frauen und 1 Mann!

 

Die Zugfahrt von Basel nach Davos verlief so flott, dass sie nicht einmal in Davos-Wolfgang, wo wir halten sollten, unterbrochen wurde. Im Zentrum von Davos durften wir dann aussteigen, wobei wir uns fast abseilen mussten, um sicher auf den Boden zu gelangen. «Fit mit der Rhätischen Bahn»! Davos besteht übrigens nicht nur aus einem Hauptort mit betonreichem Stadtcharakter, sondern ist umgeben von zahlreichen kleinen Davösli, wie z.B. Davos-Wolfgang, unserem Zielort. Dort wartete das Hotel Kessler-Kulm, wo wir mit offenen Armen empfangen wurden. (Das haben wir schon anders erlebt!) Je nach Fitness und Motivation schlossen wir uns den «Gemütlichen» oder den von Barbara geführten «Strebsamen» an.

 

Während die «Strebsamen» sich bald aufmachten, taten die «Gemütlichen» ihrem Namen Ehre, indem sie sich erst einmal zu einem Mittagessen auf der Hotelterrasse niederliessen. Frisch gestärkt ging’s dann bergab Richtung See. Schon nach kurzer Zeit wartete am Wegrand eine Überraschung auf uns: eine Ansammlung kleiner, identischer Grabsteine – ein Soldatenfriedhof aus dem 1. Weltkrieg. Wir kramten ein wenig in unserem Gedächtnis, Abteilung Geschichte, und wanderten dann zum See hinunter. Ein bequemer Bummelweg führte uns den See entlang. Dass der Weg bequem war, hinderte uns nicht, auf die Polstergruppe einer Strandbar zu sinken, und ja, es gab dort auch Prosecco...

Weiter gings zum Hotel Seehof, wo uns Ruthli und Rösli in gepflegter Umgebung erwarteten. Und drang da nicht Musik an die Ohren? Orchesterklänge zur Tea-Time? Nein, leider nur Musik aus einem Smart-Phone. Aha, nun ja… Trotzdem, die Hotelterrasse war erstklassig und ein junger Herr im blauen «Slim fit»- Anzug servierte Glacé und Café - und Prosecco gab’s auch. Am Abend - endlich wieder alle vereint - genossen wir ein Feinschmecker-Menu. Dabei vernahmen die «Gemütlichen» mit Bewunderung, wie steil die steile Steigung auf der Tour unserer strebsamen Höhenwanderer(**/-..?) gewesen war.

 

Und von dieser Route der Strebsamen war die Rede:

Gleich auf der anderen Strassenseite des Hotels führt der Meierhofweg gut 100 Höhenmeter aufwärts durch den Schluchtwald und endet über dem Davosersee in einem schicken Wohnquartier. Unten am See flanierten wir mit anderen Spaziergängern auf der Seepromenade zum Strandbad. Der See lud zum Baden ein, es gab Schwimmer und Windsurfer. Die Sonne schien ungefiltert vom blauen Himmel, sodass wir eine Bank im Schatten suchten, um zu picknicken.

 

 

Gut ausgeruht und gestärkt folgten wir weiter dem wunderbaren Uferweg im Wald. Dann kam die Abzweigung nach Drusatscha. Es war noch früher Nachmittag, also genug Zeit für eine «militärische Abkürzung». Wir überquerten das Bahngleis und folgten dem Drusatschabach hoch zur Alp, gut 150 Hm über dem See. Biker sausten abwärts an uns vorbei, die Sonne schien in diesen steilen Hang und nur wenige Bäume spendeten Schatten für eine Verschnaufpause. Schlussendlich erreichten alle den Weiler Drusatscha mit dem grandiosen Ausblick auf die Berge und runter zum See. Der sanfte Abstieg nach Davos Wolfgang, alles im Wald, liess all die Mühen des Aufstiegs vergessen. Das Panachée und der Suure Most danach auf der Hotelterrasse schmeckten fabelhaft, denn wir hatten es uns verdient.

Im sportlichen Sinne und ging es am Montag für die «Strebsamen» weiter:

Vom Bahnhofsplatz, Davos Platz, fuhr unser Bus ins Sertigtal. Der freundliche und gesprächige Buschauffeur liess die 7 Wanderer in Clavadel, bei der Haltestelle «Abzweigung Wanderweg» aussteigen. Der Weg war gut markiert. Der gesamte Anstieg von 250 Hm war auf den ersten 3km. Ein grosser Teil des schönen Wegs verlief im Wald.

 

 

Vereinzelt sahen wir Pilze, sogar Fliegenpilze, und Preiselbeeren. Erst im «Bäbiwald», der heisst wirklich so, kreuzten wir andere Wanderer. Unser Ziel war nicht mehr weit. Eine Bank am Wegrand bot die letzte Gelegenheit für unsere Mittagsrast im schattigen Wald. Der Abstieg danach ins Sertig Dörfli war wieder in der prallen Sonne. Die schmucke Kirche dort war leider geschlossen, sodass wir gleich weiter Richtung Walserhaus marschierten.

Wir trafen unsere «Gemütlichen» im Restaurant. Ein Teil der Wandergruppe marschierte noch weiter zum Ducan-Wasserfall. Leider war er wegen der Trockenheit weniger spektakulär als in anderen Jahren. Sabina wagte ein erfrischendes Fussbad im Bach, dessen Temperatur kaum mehr als 6°C war. Wieder zurück beim Restaurant reichte es noch für einen Kaffee und ein Stück Heidelbeerkuchen.

 

Und jetzt die «Gemütlichen»

Während die «Strebsamen» also am Montag wieder in die Höhe strebten, fuhren die «Gemütlichen» im Bus weiter bis zum Sertig Dörfli. Schnell ein Gruppenföteli und dann auf, Richtung Wasserfall!

 

 

Nun, der Wanderweg dorthin war zwar breit, doch der Wasserfall trotzdem ein wenig zu weit. Eine rüstige Wandersfrau zeigte uns mit ausgestrecktem Arm, wo sich der Wasserfall befand, dort nämlich, wo sich in der Wand etwas bewegte. Immerhin, wir haben den Wasserfall gesehen! So kehrten wir guten Gewissens um und wanderten gemütlich durch das schöne Tal zurück zum Walserhaus, Das Gasthaus ist ein Tempel der Schweizer Schwingerkultur. Es gibt Schwinger geschnitzt, geritzt, gezeichnet, gedruckt. Schwinger als grosse und kleine Skulpturen, Schwinger an der Wand, auf Bierdeckeln, auf dem Buffet und im Garten. Kein Zweifel, wir befanden uns im Schwingerparadies! Erfüllt von so viel patriotischem Sportsgeist fuhren wir alle zusammen ins Hotel zurück, wo wir unsere Rucksäcke fassten.

 

Auf der Rückfahrt stand als letzte Fitness-Übung «Zügiges Umsteigen» auf dem Programm: Davos – Klosters, Klosters-Landquart, Landquart – Zürich, Zürich Basel. Alles tipptopp. Es lebe das Schweizer Eisenbahnwesen! Und es lebe Barbara, die uns immer wieder auf neuen Wegen zu neuen Erlebnissen begleitet!

 

Es berichteten: Barbara, die «Strebsame»

Jacky, die «Gemütliche»

 

P.S. Antonio will nächstes Jahr wieder mitkommen. Ja, jede Tradition hat einen Anfang!